Leserbrief zum Artikel „Umgestaltung der Münchner Straße“ vom 24.06.16

Markus Erhorn kritisiert beschlossene Umgestaltung der Münchner Straße.

30.06.2016 – 

Die Münchner Straße ist die Herzschlagader der Stadt Dachau. Zumindest noch: Die erste vermeintliche Verstopfung wurde durch die Verengung und den dadurch entstandenen Rückstau auf dem Teilstück zwischen Schiller- und Hermann-Stockmann-Straße verursacht. Aufgrund des neuesten Beschlusses des Verkehrsausschusses (Verengung der Münchner Straße auf drei Spuren, davon eine „Mehrzweckspur“) wird wohl zumindest die innere Münchner Straße ebenfalls verkalken und – wenn man weiterhin diesen medizinischen Vergleich verwendet – auf einen Infarkt zusteuern. Auf einer Strecke von gerade einmal 540 Metern werden zusätzlich zu drei bestehenden Ampeln ganze 5 (!) Verkehrsinseln installiert. Das bedeutet, dass sich alle 77 Meter eine Überquerungshilfe befinden wird. Was verdächtig nach einem Eintrag im Guinness Buch der Rekorde klingt wird in der Realität wohl in einer Stop-and-Go Zone enden. Darunter leiden werden nicht nur die Autofahrer sondern insbesondere Fußgänger und Radfahrer: Durch das häufige Bremsen und Anfahren entstehen zusätzliche Emissionen die den Aufenthaltswert in der „Dachauer Hauptstraße“ senken und sich negativ auf die Gesundheit aller Besucher und Anwohner der Straße auswirken können.Abschließend stellt sich mir die Frage, warum wieder einmal an der (noch) funktionierenden Münchner Straße herumgedoktert wird: Wenn wir die wohl wichtigste Straße Dachaus verändern wollen, dann benötigen wir ein schlüssiges Gesamtkonzept und keine Teststrecke!

Markus Erhorn
Freie Wähler Dachau