Keine Experimente

Junge Freie Wähler kritisieren neue Münchner Straße Dachau – Die Jungen Freien Wähler (JFW) üben Kritik an der verengten Münchner Straße und der Dachauer Verkehrs-Verhinderungspolitik:

Sebastian Leiß und Markus Erhorn inspizieren die umgebaute Straße
24.08.2016 – 

Schon jetzt zeige sich, dass der Verkehr durch abbiegende und bremsende Fahrzeuge, sowie kreuzende Fußgänger zum Stocken komme, erklärt die FW-Nachwuchsorganisation und geht davon aus, dass sich das Problem nach der Ferienzeit nochmals verschärfen wird. Insbesondere fürchten die JFW, dass der Umbau der Straße in Wahrheit keine Testphase sei, sondern bereits vollendete Tatsachen geschaffen wurden. „Die Fräs- und Markierungsarbeiten über 100.000 Euro sprechen nicht für eine Testphase“, erklärt Vorsitzender Markus Erhorn. Anstatt die Gelder in die Schlaglochsanierung oder die Optimierung von Ampelschaltungen zu investieren, werde es in „Scheinlösungen“ gesteckt. „Eine Verengung der Münchner Straße kann erst nach Bau einer Umfahrung Dachaus erfolgen – nicht anders herum“, betont Erhorn. Allgemein hält er die Dachauer Verkehrspolitik für „wirr“ – wichtige Pendler-Parkplätze am Bahnhof würden gestrichen, Straßen verengt und verlangsamt anstatt neue Kapazitäten zu schaffen und damit Bürger, Pendler und Anwohner zu entlasten. Die neu geschaffenen Verkehrsinseln auf der Münchner Straße halten die JFW zudem für irreführend für Fußgänger und Autofahrer, da es sich um keine Übergänge, sondern lediglich Querungshilfen handle, die jedoch zur Unterbrechung des Verkehrsflusses führten. Zudem hat die Jugendorganisation erfahren, dass diese Inseln im September für die „Lange Tafel“ wieder kostspielig entfernt werden müssten. Kreisrat Sebastian Leiß hält die ganze Vorgehensweise auch deshalb für „wenig durchdacht“. Die JFW erinnern zudem nochmals an eine Diskussionsveranstaltung der CSU vor zwei Jahren mit Stadträten, Anwohnern, Nutzern und Geschäftsleuten der Straße: Damals war die einhellige Meinung, nicht an der Münchner Straße herum zu experimentieren, da sie ihren Zweck erfülle. „Und nun stimmt die CSU für das Gegenteil“, bemerkt Leiß.