Leserbriefe

06.10.2013

Leserbrief zur Nominierung des CSU-Bürgermeisterkandidaten in Altomünster

Es ist wünschenswert, dass sich in der Politik sowohl erfahrene als auch junge Bürger engagieren und dass sich Gemeinde- und Stadträte nicht zu einem Club von Senioren wandeln. Auch Jugendliche und junge Erwachsene haben ihre berechtigten Interessen und vielleicht auch ein anderes Verständnis von dem, wie Politik funktionieren sollte. Daher begrüßen wir Initiativen der Freien Wähler (FW), aber auch anderer Parteien, jüngere Leute für politische Prozesse zu begeistern und als Kandidaten aufzustellen. Die Zusammenarbeit zwischen den politischen Jugendorganisationen im Landkreis funktioniert dabei sehr gut. Bemerkenswert ist aber, wie die CSU den Begriff „jung“ strapaziert. Sie erklärt den 51-jährigen Altomünsterer Bürgermeisterkandidaten zu einem Team von „jungen Wilden“ zugehörig. Dabei kann es sich doch bestenfalls um eine Jugend-Spätauslese handeln. Mit 51 Jahren ist man vielleicht wild geblieben, aber nicht mehr „jung“. Da sollte man vor allem zu sich selber ehrlich sein.

Sebastian Leiß, stv. JFW-Vorsitzender

Dr. Edgar Forster, Vorsitzender FW Dachau

15.01.2013

Leserbrief zur Parkplatzsituation in der Altstadt: Ludwig-Thoma-Wiese eine gute Alternative!

Es ist richtig, dass derzeit in unserer Altstadt aufgrund der Sanierung der Altstadt-Parkgarage zu wenig Parkplätze vorhanden sind. Es gibt aber eine Alternative, die leider zu wenig genutzt wird: Die Ludwig-Thoma-Wiese! Und das sogar gebührenfrei!
Der Parkplatz auf der Ludwig-Thoma-Wiese ist über den City Bus (Linie 719) bestens an die Altstadt angeschlossen. Von der dortigen Bushaltestation „Festwiese“ sind es laut Fahrplan nur 3 Minuten bis zum Rathaus. Man ist also in kürzester Zeit im Herzen der Altstadt! Auch zu Fuß ist die Altstadt von der Ludwig-Thoma-Wiese bestens erreichbar: Über die Martin-Huber-Treppe erreicht man diese in nur fünf Minuten.
Besonders die auswärtigen Gäste könnte man am Ortseingang auf diese Möglichkeit des Parkens hinweisen; eine gute Beschilderung auf der Ludwig-Thoma-Wiese wäre sicherlich auch sinnvoll.
Bei den diversen Veranstaltungen in der Altstadt wäre es meiner Meinung nach denkbar, die Fahrzeiten des City Bus anzupassen bzw. Sonderfahrten durchzuführen. So würden die Gäste sicher und ohne Stress zu ihren Autos gebracht werden.
Äußerst wichtig für die allgemeine Parksituation in Dachau ist meiner Ansicht nach auch der langfristige Erhalt des Parkplatzes auf dem Wiesböckanwesen.

Markus Erhorn

13.09.2012

Leserbrief zum Artikel « Hitler grüßt vom Nummernschild », Dachauer SZ 12.9.2012, S.1

Unglaublich, ein Autokennzeichen als Nazi-Skandal: Es ist erschreckend und gleichzeitig zum Lachen, dass man sich öffentlich über ein Autokennzeichen empört, das so normal ist wie tausende andere. Aus Sicht der Dachauer SZ und eines Leser ist es sogar ein echter Aufreger: Weil die Buchstaben „A“ und „H“, sowie die Ziffern „8“ vorkommen. Und weil es ein Dachauer Kennzeichen ist, musste ja zwangsläufig ein rechtsradikaler Bezug konstruiert werden. Sogar in ganz München war die Meldung in den S- und U-Bahnhöfen zu lesen. Empört musste sich natürlich auch das Landratsamt zeigen, welches gleich „rechtliche Schritte“ gegen den Halter prüfen will. Können wir in Dachau nicht einfach etwas entspannter und weniger verkniffen mit der KZ-Gedenkstätte und unserer Geschichte umgehen? Müssen wir das KZ-Thema uns gleich immer selbst anhängen? Dieser Fall ist doch genauso absurd, wie das Vorgehen der UEFA, die den Dachauer Bayern-Fanclub aufgrund seiner Herkunft aus dem Stadion warf, weil der Name „Dachau“ als rechtsradikal aufgefasst wurde. Folgerichtig müssten in Dachau alle Hausnummern „88“ (= HH = Heil Hitler) korrigiert, die Initialen „AH“ (= Adolf Hitler) verboten und Kontonummern mit „88“ bei Sparkasse oder Volksbank ausgetauscht werden. Am besten benennen wir Dachau gleich ganz um und ändern das Auto-Kennzeichen. Denn wie wir alle wissen steht DAH für nichts anderes als „Danke Adolf Hitler“. Am besten wäre es, wenn wir über den „Aufreger“ einfach nur lachen, ihn vergessen und nicht so ernst nehmen.

Sebastian Leiß

29.07.2012

Leserbrief zum Artikel „ÜB-Fraktion stellt sich hinter Höfelmaier“, Dachauer SZ, 28./29.7.2012, S. R9

Bestechung bleibt Bestechung – egal welche guten Ratschläge ein Stadtrat einmal gegeben hat. Natürlich ist es löblich, dass ÜB-Stadtrat Helmut Höfelmaier der Stadt Dachau durch seinen Sachverstand bei Planungen durch fachlichen Rat Geld gespart hat. Er hat jedoch mindestens einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung mindestens einmal bestochen, was er selbst öffentlich zugegeben hat. Derweil war es als gewählter Stadtrat auch seine Aufgabe, die Stadtverwaltung zu überwachen – und eben nicht zu bestechen! Dass er vom Stadtrat darüber hinaus für Gutachten bestellt wurde, führt seine Kompetenz eigentlich ad absurdum: Der Bock wurde zum Gärtner gemacht.

Eine Aufrechnung zwischen „Nutzen und Schaden“ seines Verhaltens – wenn man es denn so nennen möchte – darf nicht erfolgen. Mit dieser Rechnung befindet man sich auf dem besten Weg nach Griechenland. Wir wissen zu gut, zu welchen Zuständen die Duldung von Bestechung langfristig führt. Insofern ist es besonders befremdlich, dass sich Fraktionskollegen in der Stadtratssitzung öffentlich vor Höfelmaier stellen und auch noch von einem „mutigen Bekenntnis“ Höfelmaiers sprechen und zusätzlich noch Dank für sein „Engagement“ aussprechen. Bestechung ist definitiv kein Kavaliersdelikt.

Sebastian Leiß und Markus Erhorn

25.05.2012

Leserbrief zum Parkplatz am Dachauer Bahnhof

Im Artikel „Pendler sollen draußen bleiben“ vom 24.05.12 ist zu lesen, dass ein CSU Stadtrat (Wolfgang Moll) tatsächlich daran denkt, Parkgebühren am Dachauer Bahnhof einzuführen.
Diese halte ich für falsch, schließlich kann man mit Parkgebühren keine Ordnung in das bestehende Parkchaos bringen. Ganz im Gegenteil: Die Leidtragenden von der Einführung derartiger Gebühren werden nicht nur die Menschen sein, die ihr Auto dort abstellen sondern ganz speziell auch die Anwohner. Schließlich ist es doch überall zu beobachten, (z. B. Dachauer Altstadt, Münchnerstraße) dass die Menschen wenn es irgendwie geht die Parkgebühren einsparen wollen. Es werden also noch mehr versuchen, in den umliegenden Wohngebieten einen Parkplatz zu finden – zum leidtragen aller Anwohner die dadurch durch zunehmenden Lärm gestört und für ihre eigenen Fahrzeuge kaum noch einen Stellplatz finden werden.
Bei einem Parkhaus würde übrigens das gleiche passieren: Durch die hohen Betriebskosten wäre es ohne Gebühren gar nicht möglich, dieses zu betreiben – und kostenpflichtige Parkhäuser stehen in Dachau bekanntlich meistens leer. Ein Parkdeck auf der derzeitigen Parkfläche wäre hier eine kostengünstige Alternative.
Und wenn Herr Moll schon an ein Gesamtkonzept denkt, dann hoffe ich, dass er auch eine gute Anbindung der Bahnhofsrückseite einplant – noch ist genug Platz um eine leistungsstarke Verbindungsstraße zwischen dem neuen Schulzentrum an der Theodor-Heuss-Straße und den Parkflächen am Dachauer Bahnhof zu bauen...

Markus Erhorn
1. Vorsitzender Junge Freie Wähler Kreisgruppe Dachau

23.05.2012

Leserbrief zum Artikel „Abistreich gestrichen“, Dachauer Nachrichten 23.5.2012, S.1

Acht, frührer neun Jahre arbeitet man als Schüler sehnsüchtig darauf hin, endlich zum Abitur zugelassen zu werden und nach erfolgreichen Prüfungen erstens zu feiern und zweitens das Zeugnis auch in angemessenem Rahmen verliehen zu bekommen. Das gehört zu einem ordentlichen Schulabschluss und einer anerkannten Schule, wie das Ignaz-Taschner-Gymnasium eine ist. Das ist seit Schülergenerationen so und soll auch so bleiben! Den Abistreich als Tradition der unbedingten Sehnsucht der Schulleitung nach Ruhe, Ordnung und Ernst zu opfern ist völlig unpassend. Direktor Erwin Lenz und sein Stellvertreter Peter Schötz haben auch einmal ihr Abitur geschrieben und danach bestimmt ebenfalls ausgelassen gefeiert und ihr Gymnasium mit einem Abistreich aufgemischt. Die Erinnerung daran ist aber vielleicht nach Jahrzehnten schon verblasst, sonst würden sie nicht so reagieren.

Natürlich darf ein Abistreich nicht ausarten. Das Spektakel jedoch mit der Begründung zu verbieten, vor Jahren habe es Probleme gegeben, ist absurd. Jeder Abiturjahrgang verdient es, zu beweisen, dass ihm die Organisation eines guten Abistreich gelingt.

Nachdenklich stimmt mich besonders der Druck, den die Schulleitung auf Schüler ausübt, um ihre Sicht der Dinge durchzusetzen. Das ist eine alte, leider effektive Methode. Schülern wird gedroht, ihre Verabschiedung platzen zu lassen. Das ist ähnlich stilvoll wie die Vorgehensweise von Direktoren anderer Gymnasien, sofort die Polizei wegen Lappalien anrücken zu lassen…

Sebastian Leiß

2008 Abiturient am Ignaz-Taschner-Gymnasium

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